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Unsere Arbeitsgruppe untersucht physiologische und psychologische Effekte von Geruchsstoffen beim Menschen, insbesondere im Zusammenhang mit der Ernährung. Untersuchungen unserer Gruppe haben die Charakterisierung dieser Stoffe mit sensorischen und chemoanalytischen Methoden zum Ziel, wobei u. a. High Resolution Gaschromatographie-Massenspektrometrie in Kopplung mit der Olfaktometrie sowie Stabilisotopenverdünnungsassays zum Einsatz kommen.

Die Charakterisierung resorptiver und metabolischer Prozesse im Organismus wird sowohl durch in vivo wie auch in vitro Studien realisiert. Von besonderem Interesse ist hierbei der Transfer von humanspezifischen aber auch lebensmittelassoziierten Geruchsstoffen der mütterlichen Ernährung sowie der Metabolite in die Humanmilch. In diesen Studien untersuchen wir außerdem den möglichen Einfluss auf Neugeborene in Hinblick auf physiologische und verhaltensmodulierende Effekte. Diese werden beispielsweise mittels Biofeedback Methoden (EEG, Puls, Atemmuster) und Mimikanalyse aufgezeichnet. Im Rahmen dieser Studien konnten wir u. a. zeigen, dass sich die chemosensorischen Fähigkeiten von Neugeborenen dramatisch von denen erwachsener Menschen unterscheiden können und dass sie beispielsweise auf Geruchsstoffe reagieren, die manche Erwachsene nicht wahrnehmen können.

Die hinsichtlich Aufnahme und Metabolisierung gewonnenen Erkenntnisse sind darüber hinaus die Grundlage, um physiologische Effekte von Geruchsstoffen in vivo und in vitro zu untersuchen, wie beispielsweise die Aktivierung von Gehirnrezeptorsystemen, die z. B. an sedativen und anxiolytischen Prozessen beteiligt sein können.

Letztendlich ist es unser Ziel, die Mechanismen einer Beeinflussung von Lebensmittelakzeptanz und -präferenz durch Geruchsstoffexposition zu verstehen und optimierte Lebensmittelsysteme zu charakterisieren und zu entwickeln, die den Ansprüchen einer modernen Ernährung gerecht werden.